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Ein
Haus ist in der Regel ein Haus, in
dem wir leben, arbeiten oder sonstige
Dinge verrichten. Gebaut und saniert
wird immer und überall, mal mehr
oder weniger benutzerfreundlich. Und
was ist mit dem Bau bzw. Ausbau unserer
eigenen körperlichen Heimstatt?
Einer, der sehr genau um die Notwendigkeit
einer gut funktionierenden Heimstatt
wußte, war Rainer Maria Rilke.
Er baute "Steinchen für
Steinchen" an seiner
Psyche und Physis. Doch wie schnell
kann so ein mühsam errichtetes
Lebensgebäude in sich zusammenbrechen
oder es wird die Heimstatt eines anderen.
Immer und immer wieder muß es
saniert, gepflegt oder erneuert werden,
damit Licht in dunkle Räume fällt.
Der Künstlerin Renée Rauchalles
geht es gerade um diese inneren Räume,
um die Notwendigkeit, sich eigene Innenwelten
zu schaffen, sie bewohnbar zu machen
und sie gesund zu erhalten. Ihre lyrisch-abstrakten
Klangbilder symbolisieren Bewegung
durch ständige innere und somit äußere
Veränderungen, die sich abhängig
voneinander gegenseitig durchdringen.
Sie symbolisieren das Fließen
aus der Stille über Grenzen hinaus
innerhalb einer großen Form,
das Sicheinlassen auf Schwingungen
jenseits der sog. realen Welt, die
den Traum der Befreiung aus dem zwanghaften
Gefängnis unseres Geistes und
verletzlichen Leibes ermöglichen
und sich so in leuchtend intensiven
Farben nach außen
verströmen. |
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