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frank wootz alias waki: isarbote.de? kult! >> mehr
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Reneé Rauchalles, Gloria Gray und Chris Bleicher. Foto: Andrea Pollak
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Leuchtende Bilder und glühende Herzen Vernissage der INNENWELTEN von Reneé Rauchalles bei isarbote.de
Gloria
Gray, Manfred Schnelldorfer, Chris Bleicher, Gisela Hahn, Michael
Schernthaner, Rolf Kuhsiek sind wie alle Besucher schwer beeindruckt
von der Bilderwelt von Reneé Rauchalles, die die Redaktion von isarbote.de in einen Ozean der Farben und Gefühle verwandeln. Und auch das Redaktions-Team nicht unbeeinflusst lassen, wie isarbote.de-Chefin Andrea Pollak unumwunden in ihrer Eröffnungsrede zugibt – Bilder, die die Herzen entflammen. Ins
selbe Horn stoßen auch Ina Herzke und der Schauspieler, Sänger, Autor
Michael Schernthaner, der tief berührt seine Gefühle spontan in ein
Lied umsetzt und selbst auf der Gitarre begleitet, was wiederum alle
Gäste und die Künstlerin tief berührt. Herzke und Schernthaner über
Reneé Rauchalles: „Die Sonne blitzte heute besonders, so auch Ihre
leuchtenden Bilder!“ Neon-Künstlerin Chris Bleicher: „Deine Ausstellung
ist Kunst-Genuss und Balsam für die Seele!“ Rolf Kuhsiek (Komödie im
Bayerischen Hof): „Die Bilder sind wunderbar. Leider kann ich sie mir
nicht leisten, ich bin ein armer Schauspieler!“ Wenn Sie, liebe
Leserinnen und Leser, auch mal ein Auge auf diese wunderbaren Bilder
werfen wollen, schauen Sie einfach in den isarbote.de-Redaktionsräumen
in der Plinganserstraße 32 vorbei, täglich von 10 bis 18 Uhr. Und wenn
Sie sich dann in die Werke von Reneé Rauchalles verliebt haben, findet
sich ganz bestimmt eine Möglichkeit, wie Sie eines dieser
beeindruckenden Werke für immer um sich haben können, selbst wenn sie
nur ein armer Schauspieler sind.
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Renee Rauchalles, Schauspielerin Gisela Hahn und Gryphon Verlag-Chef Kurt Stellfeld. Foto: Andrea Pollak
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Tauchen
Sie nun tiefer in die Kunst von Reneé Rauchalles ein, die Künstlerin
selbst weiht Sie ein (ihre Rede bei der Vernissage): „isarbote.de
schrieb in seiner Ankündigung zu meiner Ausstellung vom "Sein und
Werden, Grenzüberschreitung, Suchen und Selbstbestimmung" und hat mit
diesen wenigen Worten bereits das umrissen, worum es mir in meinen
Bildern geht. Denn diese Begriffe definieren das, was uns auf dem Weg
zu unseren eigenen Innenwelten begleitet bzw. sich durch diesen Weg
ergibt. Da geht es also erst einmal um das Suchen, auch wenn wir oft
gar nicht so recht wissen, wonach wir suchen. Dann geht es um
Grenzüberschreitung. Ist sie gelungen, sind wir im Werden und kommen
zum Sein und dieses Sein führt uns unmittelbar zu größerer
Selbstbestimmung, d.h. zu mehr innerer Freiheit, also in die eigene
Innenwelt. Kinder haben in der Regel noch Zugang zu ihrer Innenwelt.
Sie lassen sich auf ihre Phantasiewelt ein, sind noch nicht so
kopfgesteuert wie der ge- bzw. verformte Erwachsene, der sich seine
Innenwelt später wieder zurückerobern, also neu entwickeln muss, um so
seine Heimstatt zu finden. Einer, der übrigens sehr genau um die
Notwendigkeit einer gut funktionierenden Heimstatt wusste, war Rainer
Maria Rilke. Er baute "Stein für Stein" an seiner Psyche und Physis, an
seiner Identität. Er wusste: So, wie ein Haus immer wieder saniert,
umgebaut oder erneuert werden muss, so muss auch die eigene körperliche
und psychische Heimstatt immer wieder saniert und gepflegt werden,
damit Licht in dunkle Räume fällt. Doch wie schnell kann so ein
mühsam errichtetes Lebensgebäude in sich zusammen brechen, wenn es zu
sehr auf Äußeres aufgebaut wurde, wenn sich alte Strukturen auflösen,
Gewohntes und Vertrautes verlassen werden muss und dann auch noch das
eigentliche innere Fundament fehlt. Gerade in unserer heutigen Zeit
werden wir in hohem Maße mit diesen Auswirkungen konfrontiert und damit
genau auf das zurück geworfen, was der Mensch so gerne vernachlässigt:
Sich selbst, seine eigene Innenwelt. Ständig ist er mit der Außenwelt
beschäftigt, was hat der Mensch in dieser Hinsicht schon alles getan
und erforscht. Sich mit sich selbst zu beschäftigen scheint
Zeitverschwendung oder es wird ihm Egoismus bzw. Narzissmus
unterstellt.. Für ein menschliches und friedliches Miteinander jedoch,
das auch von echtem Mitgefühl geprägt ist, ist das sich Bewusstmachen
seiner eigenen Innenwelt, d.h. in sie überhaupt hinein zu gelangen und
sie zu erforschen, notwendige Voraussetzung. Viel Gewalt würde somit
gar nicht ausbrechen. Wir brauchen unsere Innenwelt, wir brauchen
Träume. Unser Denken und unsere Art zu leben erschafft unser Leben,
unsere Realität. In dem Maße aber, wie unsere Innenwelt nicht befreit
ist von Einengungen und Blockaden, starrem Festhalten an Gewohnheiten,
Ansichten und be- stimmten Vorstellungen, in dem Maße kann der Mensch
auch nicht frei sein im äußeren Geschehen und im Äußersten auch nicht
frei sein von Gewalt. In meinen Bildern will ich Bewegung zeigen,
nicht Bewegung, wie wir sie vom Sport her kennen, sondern Bewegung, die
innere Räume, z.B. Atmungsräume öffnet, wie das beim Gesang erfolgen
kann. Ein guter Sänger braucht Jahre, bis er seine Blockaden gelöst und
seine inneren Räume so geöffnet hat, dass ein guter Klang entsteht. Es
geht mir um fließende, schwingende Bewegung, die sich über Grenzen
hinaus fortsetzt. Deshalb sehen Sie auf den meisten meiner Bilder
fließende Formen oder Linien, oft in zwei- oder dreiteiligen Bildern
dargestellt, um eben dieses "über die Grenzen hinaus" auszudrücken. Es
geht um innere Freiheit, die ich erlange, wenn ich körperliche und
psychische Blockaden auflöse, es geht um die Befreiung aus dem
zwanghaften Gefängnis unseres Geistes und verletzlichen Leibes. Die
fließenden Formen in meinen Bildern sind sozusagen das Endergebnis der
Arbeit am eigenen inneren Körper, das sich erst durch das Fließen im
Inneren auch im äußeren Körper manifestiert. Ich könnte jetzt allein
zum Thema Bewegung einen stundenlangen Vortrag halten, was diesen
Rahmen natürlich sprengen würde.
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“Aber
ich möchte Ihnen noch ein wenig von mir erzählen, dann werden Sie
besser verstehen, warum ich mich diesem Thema so sehr verschrieben
habe. Ich war durch meine Ausbildung im klassischen Ballet, im
Operngesang und Schauspiel ein sehr körperbewusster Mensch. Durch einen
Unfall hatte sich das dann schlagartig geändert, ich konnte mich kaum
noch bewegen, musste meine Theatertätigkeit aufgeben. Dennoch, in allem
steckt eine Chance. Ich hatte nun viele Jahre Zeit, in mich
hineinzuspüren und da entdeckte ich u.a. etwas ganz anderes. Ich
entdeckte, dass Bewegung, deren Funktion uns so normal erscheint, auf
ganz anderem Wege wieder gewonnen wird, als wir es gewohnt sind, wenn
wir bewegungsmäßig nicht eingeschränkt sind, nämlich von innen her und
dass sie unmittelbar mit unserer Art zu atmen zusammenhängt. Jede
äußere Bewegung bedingt eine innere Bewegung. Wird die Bewegung nur
einseitig ausgeführt, führt das zu Blockaden. Dieses Wissen gebe ich
heute an meine Schauspiel-, Gesangs- und in begrenztem Maße auch an
meine Malschüler bzw. –studenten weiter oder auch an jene, die mit
bestimmten gesundheitlichen Problemen zu mir kommen. Es ist eine
Arbeit, die uns nach innen führt, die uns hilft, unsere Masken
abzulegen. Schon Sokrates sagte "Sei, was du scheinen willst". Wieviele
Menschen aber scheinen, was sie nicht sind. Ist man in seiner Innenwelt
noch nicht angekommen, braucht man die Verkleidung, braucht man Masken,
man muss sein Spiel spielen. Dieses Bild hier mit dem Titel
"Perpetuum infinitum" oder "Das ewige Spiel" soll im weitesten Sinne
dieses Spiel symbolisieren. Es ist das dritte Teil meines Bild-Zyklus
"Kosmischer Trommelwirbel". Die "Ouvertüre" (das linke Bild des
Triptychons) ist sozusagen die Einleitung zu etwas Neuem, zu einer
Geburt. Das Mittelbild symbolisiert diese Geburt, die sehr schmerzlich
sein kann. Deshalb habe ich hier auch eckige Formen verwendet, denn
Veränderungen sind meist nicht fließend, müssen oft erst schmerzhaft
erarbeitet oder akzeptiert werden. Ob es sich nun um körperliche oder
andere Schmerzen handelt, nicht immer sind sie negativ. Gerade
Schmerzen waren es, die mir bei der Zurückgewinnung von eigener
körperlicher Bewegung den Weg gezeigt haben. Und schließlich gibt es da
auch noch die physische Geburt selbst, die in der Regel auch nicht ohne
Schmerzen abgeht. Im Bild "Creazione" oder "Geburt des Seins" geht
es um Aufbruch, wie übrigens häufig in meinen Bildern. Etwas bricht auf
und bringt Verborgenes ans Licht. Auch hier sehen Sie wieder eckige
Formen. Man wandelt sich von der Raupe zum Schmetterling. Ein
Schmetterling muss ganz schön arbeiten, bis er sich von der Raupe zum
schillernden Falter entwickelt, es wird ihm nichts geschenkt. Auch in diesem kleinen Bild "Affettuoso", das die Vorstudie zu dem gleichnamigen großen Bild ist, bricht etwas auf oder aus. In
diesem Zusammenhang möchte ich noch etwas zu meinen Titeln sagen. Ich
verwende sehr häufig Begriffe aus der Musik, weil Musik auch etwas ist,
was strömt. Damit Musik, also der Klang strömen kann, muss er vom
betreffenden Musiker zum Klingen gebracht werden und das geschieht
wiederum durch Arbeit am eigenen Körper, was immer mit Fühlen
gleichgesetzt werden kann. Es nützt nichts, Noten lesen oder spielen zu
können, wenn nicht mittels des entsprechenden Körpereinsatzes der Klang
verströmt werden kann. Gerade Blasinstrumente und ganz besonders
natürlich die Stimme verrät, wie weit man sein Handwerk, seinen
Atemraum beherrscht und damit Gefühle vermitteln kann. Gehen wir nun
weiter in den nächsten Raum zu dem Bild "Der rote Samthandschuh". Wie
Sie hoffentlich erkennen können, handelt es sich hier um ein
Selbstbildnis. Es geht hier darum: Bin ich bereit oder bin ich nicht
bereit meine Innenwelt zu teilen oder muss ich sie notfalls schützen?
Lasse ich jemanden ein in meine Innenwelt oder nicht? Und natürlich hat
auch der Handschuh eine wichtige Bedeutung. Aber die müssen Sie nun
selbst enträtseln. In diesem Sinne möchte ich Sie nun gerne meinen
Bildern überlassen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Anstoß
geben für eigene Entdeckungen, eigene Gefühle und vielleicht sogar
dafür, sich etwas mehr um Ihr Innenleben zu kümmern.“
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Dieter
und Inge Geyer, Andrea Pollak, Werner und Barbara Graus, Elke
Klaus-Heinrich, Dorothe und Norbert Werber. Foto: Sigi Müller
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Werke wie Magnete INNENWELTEN von Renée Rauchalles bei isarbote.de
Ausdrucksstarke
Bilder vom Sein, Werden und Grenzüberschreitung, Suchen und
Selbstbestimmung verwandeln zur Zeit die Redaktionsräume von
isarbote.de in einen farbenprächtigen Kosmos, der immer wieder zum
Verweilen und Verinnerlichen einlädt. Reneé Rauchalles stellt bis Mitte
Mai bei isarboteArt, dem Kunstprojekt von isarbote.de,
aus. Vernissage ist am Donnerstag, 19. April, von 19 bis 21 Uhr. Die
Redaktion und damit auch die Ausstellung ist in der Regel täglich, auch
am Wochenende, von 10 bis 18 Uhr besetzt, also schauen Sie einfach
vorbei und versetzten sich in die meisterhaften INNENWELTEN von Rene
Rauchalles! Renée Rauchalles studierte in ihrer Geburtsstadt
München an der Meisterschule für Grafik mit Diplom-Abschluss. Außerdem
absolvierte sie eine Gesangs- und Schauspielausbildung. Die Liebe zu
Musik, Schauspiel und Literatur führte sie für einige Jahre ans Theater
(u. a. Residenztheater München), bevor sie sich endgültig für die freie
Malerei entschied. Durch zahlreiche, von ihr erarbeitete
Literaturlesungen, die hauptsächlich in ihrer ZEITfürKUNST-Galerie
stattfinden, hält die Künstlerin gewissermaßen noch immer Verbindung zu
ihrer schauspielerischen Tätigkeit. Geblieben ist auch die intensive
Erforschung der Grenzen des menschlichen Körpers und Geistes, wie es
für einen guten Sänger und Darsteller unerlässlich ist. Diese
Erforschung findet Eingang in die Bilder der Künstlerin, deren "Werke
wie ein Magnet wirken" (Münchner Merkur 2004). Ihre abstrakte Malerei
symbolisiert die Befreiung des Körpers, die Feinstofflichkeit und die
Energie, die durch die Auflösung von Blockaden entsteht. Befreiung
bedeutet Bewegung, was zu einem ständigen Veränderungsprozess führt und
vielfach zu einem körperlichen und geistigen Heilungsprozess beiträgt,
den Renée Rauchalles selbst nach einem Unfall in jahrelanger
Auseinandersetzung mit ihrem Körper erleben durfte. Diese Erkenntnisse
gibt sie heute in ihrer Arbeit mit Gesangs-, Schauspiel- und
Kunststudenten weiter. Die großformatigen Bilder von Renée
Rauchalles, auf denen sie in intensiven, leuchtvollen Farben Schwingung
und Bewegung sichtbar macht, laden ein zum bewegten Sehen und Fühlen.
Wie die Musik, die sich in den Raum verströmt, soll sich die
freigewordene innere Bewegung nach außen verströmen und fortsetzen, was
die Künstlerin vor allem in ihren oft mehrteiligen Bildern ausdrücken
will. Reneé Rauchalles: „In meinen Bildern geht es darum, Grenzen in
sich selbst zu öffnen (andere Räume zu öffnen), sie zu erweitern, ohne
sich zu verlieren. Es sind natürlich immer nur Ausschnitte, die ich
male, da man ja niemals ein Ganzes erreichen kann. Grenzen sollen nicht
starr, sondern flexibel sein, sollen da begrenzend sein, wo notwendig
und sich öffnen, wo erwünscht. Wenn wir aber zu sehr gewohnt sind in
Grenzen zu verharren, können wir sie auch nicht öffnen, wenn gewünscht.
Die Beschäftigung mit den Energien/Strömen in unserem eigenen Körper
führt uns unweigerlich zu einer selbstbestimmteren Haltung, sodass wir
äußeren Zwängen nicht mehr so ausgeliefert sind. Wir alle sind am Strom
des Lebens, am Odem des Lebens angeschlossen, denn Atem bin ich, Odem
des Lebens. Das ist die wichtigste Komponente für meine Bilder, der
Atemstrom, der uns alle, der alles verbindet.“
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